Dienstag, 29. Mai 2012

Kartoffeln & Co...

...oder die nächsten 3 Tage mit nur 1,50€ überleben. Was tatsächlich möglich ist, wenn man sich von estnischen Erzeugnissen ernährt. Natürlich kein Fleisch oder Käse, aber Kartoffeln (1 Kilo - 19 ct), Möhren (1 Kilo - 25 ct), 1 Zwiebel (2 ct) und möglicherweise noch Weißkohl (um die 50 ct). Jetzt könnte man sich doch noch glatt einen Liter Milch oder 2 Kohuke (Quarkröllchen) als Dessert leisten...
Das könnte dann folgendermaßen aussehen. Man muss sich nur das Fleisch mit Möhren austauschen. :D

Hier auch noch eine schöne Pdf über estnische Kost (die ich mir normalerweise auch in der Fülle leisten kann, wenn ich keinen Kurzurlaub in Helsinki gemacht hätte). ;)

Sonntag, 20. Mai 2012

ein Australier und Eurovision

In Tartu kann man doch schon einige interessante Gestalten kennen lernen, nicht nur Esten, sondern auch an internationalen Studenten. Eine von diesen Personen ist Liam, ein Australier, der nicht nur ein Eurovision Fan ist, sondern er schreibt auch für eine Webseite über Eurovision Trivialwissen. Ich glaube, dass ich noch nie so viel über Eurovision nachgedacht habe wie im letzten Jahr. Liam kann einem sagen, wer in welchem Jahr gewonnen hat oder andere Fakten. Wir hatten schon diverse Eurovision Partys und auch für dieses Jahr kenne ich alle 42 Lieder bereits durch ihn. Nun hat er ein Video veröffentlicht, welches seine Liebe für Europa ausdrückt. Natürlich spielt im Hintergrund ein kitschiger Song (aus Schweden soweit ich mich erinnere). 
Liam, Selena und ich als wir eine australische Flagge neben einer deutschen vor der Universität sahen.

Selbstverständlich ist Liam schon seit einer Woche in Baku und bleibt auch noch bis zum Songcontest! ;)

Freitag, 18. Mai 2012

Lernen & Abschlussprojekt

Heute habe ich Malle eine Veranstaltung für das DKI vorgeschlagen, welches ich eigenverantwortlich durchführen werden. Im DKI stehen viele Video-Kassetten rum und ich fände es mal sehr interessant die Deutschlern-Videos aus den 80ern oder 90ern anzuschauen oder sonstige Videos oder Dokumentationen, die die deutsche Kultur und Geschichte näher bringen sollen. Geplant ist dieser Abend aber erst in 3 Wochen, also noch viel Zeit.

Außerdem ist die Uni so gut wie zu ende, alle lernen mehr, aber gehen auch mehr aus oder greifen zu Mitteln wie Baileys in den Kaffee, Vodka-Gummibärchen als Snack und sehr viel offenwarmes Gebäck...oder passieren diese Dinge nur in meiner Wohnung???

Donnerstag, 17. Mai 2012

Vatertag

In Gedanken heute bei meinem Vater zum Vatertag! Hier noch mal ein Bild von ihm Ende März mit Blick auf Tallinn! :)

Mittwoch, 2. Mai 2012

Studententage

Nicht nur wegen der Walpurgisnacht, sondern auch wegen etwaiger anderer Veranstaltungen freute ich mich auf die Frühlings-Studententage (Kevadpäevad). Einiges habe ich gesehen oder selber mitgemacht. Von Öölaulupidu bis Öötantsupidu, von Bierkastenstapeln bis Konzert im Botanischen Garten, vieles konnte man sehen in der Stadt. Das Wetter spielte auch mit, sodass die Straßen von Tartu quick-lebendig waren.
Ganz besonders stolz war ich auf meine Freundin Krista, die beim Bierkastenstapeln 31 Bierkasten aufeinander stapelte und somit einen neuen Rekord aufstellte und gewann! :)
Vor der Walpurgisnacht gab es am Fluss auch ein Walpurgismysterium (Volbrimüsteerium), damit der eigentliche heidnische Ursprung von Walpurgisnacht nicht vergessen wurde.
Ein besonderes Highlight am 1. Mai war Karsumm, wo sich Studenten mit oder auch ohne selbstgebasteltes Fahrzeug in den Fluss werfen.

Dienstag, 1. Mai 2012

Estnischer Film wird 100

Am 30.04. gab es neben der Walpurgisnacht auch die Geburtstagsfeier des estnischen Films. Dieser wird 100 Jahre alt dieses Jahr. Angefangen hat es mit Johannes Pääsuke, der sich 1912 seine eigene Kamera zusammenbaute und anfing Kurzfilme (z.B. über Tartu) zu drehen. Zu seinen Ehren gibt es eine eigene Briefmarke dieses Jahr. ;)
Auch zu dieser Feier haben einige derzeit bekannte Komiker ein paar estnische Klassiker ausgepackt und gewisse Szenen versüßt. Mein Lieblingsclip ist eine Variante des Liedes Põgene, vaba laps (fliehendes freies Kind) des Filmes Viimne Reliikvia (Die letzte Reliquie). Eine Liebesgeschichte im 16. Jahrhundert und außerdem der Untergang der Kirche.
Poster des Filmes in der DDR.

Walpurgisnacht II

Nun stand die Nacht an, auf die ich mich so lange gefreut hatte: Walpurgisnacht (Volbriöö). Mit einem eigen-zusammengestellten Plan von allen Parties in den jeweilgien Häusern (es hatte mich auch nur 3 Stunden gedauert...) war ich vorbereitet.
Die ersten Party war bei Fennicas (ÜÜ Fraternitas Fennica), einer finnischen Verbindung. Einige Finnen kenne ich schon, sodass es auf ein erstes Getränk angenehm war. Sobald sich alle versammelt hatten von meiner Gruppe, wollte ich aber sofort weiterziehen zu Korp! Ugala, um die estnische Schlagerband Kukerpillid mal zu sehen.
Hier erlebte ich auch 2 Überraschungen, einmal traf ich total unerwartet Marcis, einen Letten, den ich 2009 in Spanien kennen lernte und Philipp, einen deutschen, der seine Wehrpflicht in Estland ableistet und mit dem ich mich schon am estnischen Unabhängigkeitstag viel unterhalten hatte. Weil wir in einen kurzen Zeitplan standen, sind wir dann weitergezogen. Eigentlich wollten wir zu Korp! Sakala, aber es gab eine lange Schlange vor dem Haus, sodass wir zum nächsten Haus gingen, welches EÜS (Eesti Üliõpilaste Selts - Verein studierender Esten) war. EÜS ist nicht nur die größte männliche Verbindung Estlands (inklusive aller wichtigen Politiker), sondern ich kenne auch einige Mitglieder hier, weshalb ich mich in deren Haus sehr wohl fühle. Aus irgendeinem Grund habe ich dann meine ganze Gruppe verloren, weil jeder woanders hingehen wollte. Ein Este bot mir dann mich mitzunehmen zu Korp! Rotalia, weil dort bestimmt die derzeit populärsten Bands spielten. Ich wollte unbedingt Loss Paranoias sehen. Mal wieder spielten sie sehr gut. 
Dort traf ich dann Philipp wieder und wir gingen zurück zu EÜS. Es war bereits 4 Uhr morgens. In EÜS verbrachte ich dann die nächsten 2 Stunden vor dem Lagerfeuer mit meinen 3 Lieblingsfinnen: Patrick, Antti und Herman (aus meinem Estnisch-Kurs).
Mit einem Esten schaute ich dann 5 Uhr morgens auch nochmal bei Korp! Sakala vorbei, immerhin gab es dann keine Schlange mehr. Aber so früh morgens gab es irgendwie nichts mehr zu sehen. Wenn meine Schuhe nicht unglaublich weh getan hätten und draußen vorm Lagerfeuer rumstehen nicht zu kalt gewesen wäre, wäre ich auch bis zum Frühstück geblieben. Aber 6:30 Uhr (es war bereits seit 5 Uhr hell) nahm ich mir dann ein Taxi nach Hause. Es war ein schöner Morgen!
Das nächste Mal werde ich bessere Schuhe tragen oder Laufschuhe mitnehmen, ansonsten alles richtig gemacht. Ein paar mehr Häuser hätte ich mir auch noch anschauen können. Aber 5 Häuser sind auch ne gute Zahl für den Anfang! :)