Dienstag, 1. Mai 2012

Walpurgisnacht II

Nun stand die Nacht an, auf die ich mich so lange gefreut hatte: Walpurgisnacht (Volbriöö). Mit einem eigen-zusammengestellten Plan von allen Parties in den jeweilgien Häusern (es hatte mich auch nur 3 Stunden gedauert...) war ich vorbereitet.
Die ersten Party war bei Fennicas (ÜÜ Fraternitas Fennica), einer finnischen Verbindung. Einige Finnen kenne ich schon, sodass es auf ein erstes Getränk angenehm war. Sobald sich alle versammelt hatten von meiner Gruppe, wollte ich aber sofort weiterziehen zu Korp! Ugala, um die estnische Schlagerband Kukerpillid mal zu sehen.
Hier erlebte ich auch 2 Überraschungen, einmal traf ich total unerwartet Marcis, einen Letten, den ich 2009 in Spanien kennen lernte und Philipp, einen deutschen, der seine Wehrpflicht in Estland ableistet und mit dem ich mich schon am estnischen Unabhängigkeitstag viel unterhalten hatte. Weil wir in einen kurzen Zeitplan standen, sind wir dann weitergezogen. Eigentlich wollten wir zu Korp! Sakala, aber es gab eine lange Schlange vor dem Haus, sodass wir zum nächsten Haus gingen, welches EÜS (Eesti Üliõpilaste Selts - Verein studierender Esten) war. EÜS ist nicht nur die größte männliche Verbindung Estlands (inklusive aller wichtigen Politiker), sondern ich kenne auch einige Mitglieder hier, weshalb ich mich in deren Haus sehr wohl fühle. Aus irgendeinem Grund habe ich dann meine ganze Gruppe verloren, weil jeder woanders hingehen wollte. Ein Este bot mir dann mich mitzunehmen zu Korp! Rotalia, weil dort bestimmt die derzeit populärsten Bands spielten. Ich wollte unbedingt Loss Paranoias sehen. Mal wieder spielten sie sehr gut. 
Dort traf ich dann Philipp wieder und wir gingen zurück zu EÜS. Es war bereits 4 Uhr morgens. In EÜS verbrachte ich dann die nächsten 2 Stunden vor dem Lagerfeuer mit meinen 3 Lieblingsfinnen: Patrick, Antti und Herman (aus meinem Estnisch-Kurs).
Mit einem Esten schaute ich dann 5 Uhr morgens auch nochmal bei Korp! Sakala vorbei, immerhin gab es dann keine Schlange mehr. Aber so früh morgens gab es irgendwie nichts mehr zu sehen. Wenn meine Schuhe nicht unglaublich weh getan hätten und draußen vorm Lagerfeuer rumstehen nicht zu kalt gewesen wäre, wäre ich auch bis zum Frühstück geblieben. Aber 6:30 Uhr (es war bereits seit 5 Uhr hell) nahm ich mir dann ein Taxi nach Hause. Es war ein schöner Morgen!
Das nächste Mal werde ich bessere Schuhe tragen oder Laufschuhe mitnehmen, ansonsten alles richtig gemacht. Ein paar mehr Häuser hätte ich mir auch noch anschauen können. Aber 5 Häuser sind auch ne gute Zahl für den Anfang! :)

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